Mein Weg zum Glück

 

Auf der Startseite habe ich geschrieben:

Du bist vollkommen, so wie Du bist. Alles was Du brauchst, ist in Dir. Dein Körper zeigt Dir den Weg. Zu einem erfüllten, zufriedenen Leben brauchen wir Bewusstheit, Mut, Selbstverantwortung und Liebe. 

Wie habe ich das gemeint? 

 

Mein Weg zum Glück führte mich in die Langsamkeit. Ich habe mein Leben entschleunigt.

Ich erkannte, dass ich meinen Körper bewusst wahrnehmen kann und er mir anzeigt, ob ich auf meinem Weg bin oder abweiche. In jedem Moment kann ich mich neu ausrichten.

 

Zuerst habe ich versucht Begegnungen bewusst langsam zu gestalten, zuerst Blickkontakt zu halten, weniger zu sprechen, mit Distanz und Nähe zu experimentieren und mich immer wieder zu fragen, ob ich mich wohl fühle oder nicht. Es war wichtig zu lernen mein Wohlbehagen und Unwohlsein zu fühlen und beides voneinander zu unterscheiden. Danach konnte ich lernen nichts mehr zu tun, was mir nicht gefällt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Ehrlichkeit und Konsequenz nicht nur gut für uns selbst ist, sondern auch ein Geschenk für alle unsere Mitmenschen. Wir können einander nur vertrauen, wenn wir auch "Nein" sagen können. Für diese Ehrlichkeit brauchen wir Mut.

Aus dieser Bewusstheit und diesem Mut resultiert die Selbstermächtigung und Selbstverantwortung. 

Jetzt werden Einige bestimmt an Egomanen denken, die rücksichtslos machen, was sie wollen. Darum brauchen wir dringend noch die Liebe. Und natürlich wird es an diesem Punkt etwas kompliziert. ; )

1. Es ist liebevoll, wenn ich tue, was ich wirklich will, denn ich bin liebevoll mit mir.

2. Es ist nicht liebevoll, wenn ich etwas meinen Mitmenschen zuliebe tue, was ich nicht will, denn dann füge ich mir selbst Schaden zu. Den Groll darüber bekomme mindestens ich selbst zu spüren, wenn ich meinen Groll nicht am Ende sogar doch wieder an meinen Mitmenschen auslasse.

Aber wenn ich in Liebe und bewusst bin, dann gibt es noch einen dritten Weg.

3. Ich spüre meinen Weg und meine Liebe für mich, ich spüre außerdem meine Liebe für meine Mitmenschen und deren Weg. Wenn unsere Bedürfnisse unterschiedlich sind und wir mit uns selbst und dem Anderen ehrlich sind, dann wird die Liebe uns zusammen führen. 

 

Versuchen lohnt sich ! Es funktioniert. Wenn wir uns öffnen, kann die Liebe unsere Unterschiedlichkeit in Verbundenheit verwandeln. Das macht mich glücklich.

 

Diese Erfahrung von Bewusstheit, Mut, Selbstverantwortung und Liebe, die ich bei Berührung und Begegnung mache, lässt sich auf alle Lebenssituationen übertragen. 

Ich spüre in meinem Körper, wenn ich etwas genieße, Freude und Leichtigkeit empfinde. Manchmal ist es, als ob es in mir drin hell wird. Meine Sinne sind dann ganz klar und ich spüre in besonderen Momenten ein Rauschen in meinem Körper. Ich fühle mich wach, achtsam und zufrieden.

Ganz wichtig ist auch, dass ich wahrnehme, wenn ich Schmerzen habe, unzufrieden, niedergeschlagen, kraftlos bin, mein Blick getrübt ist, sich alles betäubt anfühlt oder ich Lust auf Dinge bekomme, die mich betäuben (TV, essen, PC, Smartphone, ect.). Ich fühle mich eng, unkonzentriert und unaufmerksam.

Wenn ich bewusst mein Unbehagen oder Wohlsein in meinem Körper fühle, bin ich in der Lage mir selbst einzugestehen, ob ich noch auf meinem Weg bin.

 

Ich werde unterscheiden können, ob Freude die Motivation für mein Handeln ist oder, ob ich die Freude ersehne.

Sehnsucht ist fast so ein intensives Gefühl wie Liebe oder Freude. Es ist wichtig den Unterschied zu spüren.

Sehnsucht bedeutet eben nicht glücklich zu sein. Glücklich sein zu "wollen", sich danach zu sehnen, sich das Glück zu wünschen, bedeutet am Leid festzuhalten.

 

Deshalb ist es sehr wichtig erst mal wirklich nur zuzulassen, bewusst zu spüren, wie sich der Körper gerade anfühlt.

Unser Körper ist ein großes Geschenk, ein Wunderwerk, er funktioniert, wie eine Wünschelrute zum Glück.

Es geht nicht darum zu bewerten, im Sinne von gut und schlecht, richtig oder falsch. Sondern zu verstehen, was unser Körper uns mitteilt. Er kennt unsere persönliche Wahrheit, die wir vielleicht kognitiv noch nicht verstehen. Er zeigt uns unseren Weg.

Mit meinem Körper in Verbundenheit zu sein, ist mein Weg zum Glück.

 

Diese Erfahrung möchte ich gerne mit allen Menschen teilen. Darum helfe ich gerne dabei, das Er"leben" zu entschleunigen, um mit Bewusstheit den eigenen Körper wahrzunehmen.

 

Langsamkeit ist wichtig, weil unser Gehirn in der Hirnregion des Thalamus (dem Tor zum Bewusstsein) entscheidet, welche Informationen im Bewusstsein ankommen und welche abgefiltert werden, damit das Gehirn nicht mit zu vielen Informationen überschwemmt wird. Um so mehr Infos gleichzeitig auf das Gehirn einströmen, umso strenger wird unser Thalamus aussortieren, welche Informationen wirklich bewusst wahrgenommen werden müssen.

 

Wir brauchen Zeit und wir haben genug Zeit. Denn es gibt immer nur diesen Moment, im Hier und Jetzt.